Leni Riefenstahl gilt als eine der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts. Ihre ikonografischen Bilder aus „Triumph des Willens“ und „Olympia“ stehen für inszenierten Körperkult und den Mythos von Stärke und Überlegenheit – und zugleich für das Ausblenden von Schwäche und Ausgrenzung.
Nach dem Krieg leugnete sie ihre Nähe zum NS-Regime und ließ nur ihre eigene Version der Biografie zu. Ihr Nachlass – private Filme, Fotos, Briefe, aufgezeichnete Telefonate – erzählt eine andere Geschichte. Der Film beleuchtet diese Dokumente und zeichnet ein vielschichtiges Bild ihrer Person und ihres Wirkens.
Schon in den 1920er Jahren prägte sie ein Kult der Disziplin und Stärke. In ihren Filmen spiegelt sich ein Ideal: kontrollierte Körper, organisierte Kraft – Bilder, die sie selbst verkörpert. Ihre Weigerung, die Verbindung ihrer Ästhetik zum NS-Terror anzuerkennen, offenbart sich als tiefer liegende Identifikation. In persönlichen Zeugnissen trauert sie ihren „gemordeten Idealen“ nach.
Wie viele in ihrem Umfeld hoffte sie auf eine Rückkehr dieser Ordnung – und auf die Wiederentdeckung ihres Werks. Was, wenn sie damit recht behalten sollte?
(Majestic Filmverleih)
FESTIVALS
Festival AUGENBLICK 2024
Mumbai Film Festival 2024
Film Festival Cologne 2024: Eröffnungsfilm
Zürich Film Festival 2024
Festival 2 Valenciennes 2024
CineFest Miskolc International Film Festival 2024
Telluride Film Festival, Colorado 2024
81. Filmfestspiele Venedig, Italien 2024: Weltpremiere
49. Hong Kong International Film Festival 2025
PREISE
Gilde Filmpreis 2024: Bester Dokumentarfilm 2024
Filmkunstmesse Leipzig 2024: Favorit der Jugendjury 2024
CineFest Miskolc International Film Festival Ungarn 2024: CineDocs Prize
Cinema & Arts Award Venedig 2024: Bester Film
Hong Kong International Film Festival 2025: Jurypreis